Wenn ein Zahn tief zerstört ist – zum Beispiel durch Karies, Fraktur oder ein Trauma – liegt die betroffene Stelle manchmal so tief unter dem Zahnfleischrand, dass eine konventionelle Versorgung (z. B. mit einer Krone) nicht möglich ist. In solchen Fällen kann die sogenannte orthodontische Extrusion (Zahnextrusion) helfen, den Zahn doch noch zu erhalten.
Was ist eine Zahnextrusion?
Die Extrusion ist ein kieferorthopädisches Verfahren, bei dem der Zahn gezielt ein kleines Stück aus dem Kiefer „herausgezogen“ wird. Dadurch wird der zerstörte Bereich zugänglich gemacht, ohne den Zahn zu entfernen. Nach der Extrusion kann der Zahn dann aufgebaut und mit einer Krone oder Füllung stabil versorgt werden.
Wann wird eine Extrusion angewendet?
- Bei tief zerstörten Zahnwurzeln nach Karies oder Fraktur
- Wenn der Zahnfleisch- oder Knochenrand zu nah an der Defektstelle liegt
- Als Alternative zur Extraktion bei strategisch wichtigen Zähnen
- Zur Vorbereitung auf eine prothetische Versorgung
Vorteile der Extrusion:
- ✅ Erhalt des eigenen Zahns
- ✅ Vermeidung eines Implantats oder Brücke
- ✅ Minimalinvasiv und zahnschonend
- ✅ Verbessert die Langzeitprognose für den betroffenen Zahn
- ✅ Biologisch gewebeschonende Methode
Die Zahnextrusion erfolgt meist über wenige Wochen mit einer kleinen kieferorthopädischen Apparatur oder Schiene. Anschließend wird der Zahn stabilisiert und versorgt.
Ein Stück retten – statt ganz entfernen.
Wir beraten Sie gerne individuell, ob eine Extrusion für Sie oder Ihren Zahn eine sinnvolle und nachhaltige Lösung sein kann.